Seit der Digitalisierung oder sogar seit dem Internet an sich hat sich einiges verändert. Die Art zu Arbeiten wurde verändert. Optimiert. Neue Chancen sind entstanden.
So auch die des Online-Business, was soviel bedeutet, wie die Ausübung unternehmerischer Tätigkeiten mit und dank dem Internet.

Hier haben sich über die Zeit verschiedene Lager bzw. Bereiche gebildet, die Unterschiedlich aufgebaut sind und funktionieren.

In diesem Artikel möchte ich dir gerne zwei Bereiche vorstellen, die in den letzten Jahren immer mehr an Relevanz gewonnen haben. Die Rede ist vom Info-Business und Experten-Business. Beide bauen grundlegend darauf auf, vorhandenes Wissen zielgruppengerecht aufzubereiten und dann zur Verfügung zu stellen.

Bei genauerem hinsehen zeigen sich jedoch unterschiede, die beachtet werden sollten, wenn du selbst anfangen möchtest im Internet eine Präsenz aufzubauen und ein digitales Unternehmen zu starten.

Das Info-Business

Das Info-Business hat in den Jahren 2010 bis 2017 einen absoluten Hype erlebt. 2012 und 2013 schwappte dieser Hype aus den USA auch zu uns nach Europa und vor allem in die Dachregion über.

Zur kurzen Erklärung:

Mit dem Info-Business ist ein digitales Unternehmen gemeint, welches durch die Bereitstellung von digitalen Produkten, sogenannten Informationsprodukten lebt. Die Informationsprodukte werden in den Kategorien Text, Video & Audio angeboten. Das bedeutet, dass digitale Produkte in Form von eBooks, Hörbüchern und Videokursen erstellt und bereitgestellt werden.

Die Erstellung eines solchen Informationsproduktes ist mittlerweile immer einfacher geworden. Es werden keine teuren Programme oder Geräte mehr benötigt, wie es eventuell zu Anfang noch war. Unsere Smartphones haben Kameras mit einer mehr als ausreichenden Qualität, Die Mikrofone, die verbaut sind, können hervorragende Stimmaufnahmen sichern und Texe können mittlerweile auch immer und überall erstellt werden.

Das erstellen von eBooks gelingt beispielsweise indem ein Text-Dokument im Anschluss in eine PDF umgewandelt wird und dann als eBook beliebig oft verkauft werden kann.

Ein Hörbuch kann mit mehreren MP3 Dateien als Zip-Ordner über einen Cloud-Dienst zum Download angeboten werden und Videokurse können mit YouTube oder Vimeo gehostet werden. (Die Videos werden dort hochgeladen, gespeichert und durch die nicht-öffentliche Listung der Videos können nur Menschen mit dem entsprechenden Link darauf zugreifen. Du kannst die Videos wiederum auch in einer eigenen Website einbetten und somit einen vollständigen und übersichtlichen Videokurs erstellen.)

Wie bereits gesagt, ist die Erstellung dieser Informationsprodukte mittlerweile kein Problem mehr. Der teilweise nur geringe Zeitaufwand für die Erstellung bietet hier den unglaublichen Vorteil schnell ein skalierbares Geschäftsmodell aufzubauen. So zumindest zur Theorie.

In der Praxis muss natürlich ein klares Problem der vorher festgelegten Zielgruppe angesprochen werden und dann mit dem Informationsprodukt gelöst werden. Gleichzeitig muss das Produkt passend in der Zielgruppe vermarktet werden, damit die potenziellen Käufer darauf aufmerksam werden und das Produkt kaufen wollen.

Zusammengefasst bedeutet es also, dass das Info-Business schnell zu starten ist und ein Verkauf schnell und leicht skalierbar ist, die Vermarktung und wirkliche Nutzenorientierung ist dabei aber das größte Problem, woran viele am Ende scheitern, wenn sie viele Stunden in die Recherche und Erstellung gesteckt haben, dann aber nichts verkaufen.

Das Info-Business hat in den letzten zwei Jahren einiges von seinem Ruhm in Deutschland verloren, weil häufig die direkte Unterstützung fehlt. Deine Käufer haben dann zwar dein Produkt können selbst lernen und versuchen das gelernte anzuwenden, scheitern dabei aber häufig auch wieder, weil die Disziplin oder die individuelle Unterstützung fehlt.

Hier kommt der zweite Teil des Artikels ins Spiel.

Das sogenannte Experten-Business schafft hier Abhilfe und bietet klare Unterstützung und Betreuung.

Das Experten Business

Das Experten-Business ist seit 2013 etwa ein Begriff, der immer öfters gefallen ist, seit 2017 jedoch ist er fester Bestandteil des Online-Business Kosmos.

Wie der Name es schon sagt, geht es dabei um das Expertentum. Der Aufbau eines Expertenstatus und einer dazu passenden Community sind hierbei also das Ziel eines Expertenbusiness um die, im Info-Business fehlende, Nachhaltigkeit zu schaffen.

Im Gegensatz zum Info-Business wirst du aber nicht innerhalb weniger Stunden oder Tage zum Experten. Das wünschen sich zwar viele Menschen, einige Marketer werben damit, letztlich ist es aber nicht möglich.

Ein Expertenstatus braucht Zeit, Vertrauen und Fürsorge. Schaffe Content, also Inhalte in diversen Formaten mit Mehrwert und Wahrheitsgehalt, baue eine Community mit Hilfe des Contents auf und investiere die Zeit um dich um deine Community zu kümmern, wie man sich um ein kleines Kind kümmert. Mit viel Geduld, Feingefühl und Disziplin.

Der Aufbau eines Experten-Business dauert mit Abstand am längsten, ist langfristig jedoch auch das nachhaltigste und erfolgreichste Geschäftsmodell aus dem Kosmos des Online-Business.

Die klare Stellung als Experte, die Reichweite und das Vertrauen deiner Zielgruppe in dich bieten dir diverse Möglichkeiten der Monetarisierung. Egal ob Info-Produkte, Physische Produkte oder Beratungsdienstleistungen. Alles kannst du, passend zu deinem Expertenstatus deiner Community anbieten und im besten Fall auch verkaufen.

Der Grundstein eines Experten-Business ist die klare Identifikation von dir als Marke. Jeder Mensch ist eine Marke, sie ist aber bisher nicht definiert. Das solltest du nun ändern.

Stell dir dafür am Anfang folgende Fragen:

Welche Stärken/Schwächen habe ich?
Welche Werte & Ansichten vertrete ich?
Was ist mein Markenstanding? Wofür stehe ich ganz klar ein und wogegen bin ich absolut?

Mit den Antworten kannst du bereits ein gutes Fundament aufbauen. Passend zu deinem Expertenthema, also deiner Nische kannst du somit eine Marke, die polarisieren kann, aufbauen.

Für den Aufbau ist es nun wichtig Content zu erstellen, um deine Expertise zu beweisen, Vertrauen aufzubauen und bekannter zu werden, also Reichweite zu generieren. Diese Reichweitenphase kann nun einiges an Zeit kosten.
Für den zu erstellenden Content kannst du wieder auf die drei Formate zurückgreifen, die ich bereits im Bereich Info-Business erwähnt habe. Du kannst Text in Form eines Blogs erstellen, indem du einen eigenen Blog selbst-hostest oder über eine Software wie Medium.com einen Blog erstellst. Auch über Facebook kannst du einen Micro-Blog betreiben. Bei einer Facebook Seite gibt es die Möglichkeit Notizen zu erstellen. Damit kannst du deine Artikel schreiben. Für Audio kannst du Podcasts erstellen. Auch hier gibt es die Möglichkeit deinen Podcast selbst zu hosten oder du nimmst ein Programm wie Anchor.FM, schlussendlich kannst du dank Youtube als Vlogger auch Content in Form von Videos erstellen und diesen in der Zielgruppe bekannt machen.

Zum Glück gibt es auch hier Möglichkeiten deine Leistung zu hebeln und somit deine Sichtbarkeit zu steigern.

Deinen erstellten Content kannst du beispielsweise mit Facebook Marketing in der richtigen Zielgruppe pfeilgenau platzieren. Damit sorgst du dafür, dass deine Zielgruppe den Content direkt vor Augen geführt bekommt und nicht erst danach suchen muss.

Ein weiter Faktor ist Influencer Marketing in Form von Gastartikel bei anderen Content Creatorn deiner Branche oder Nische.

Egal welches dieser beiden Online-Business Modelle zu wählst, du kommst nicht daran vorbei Arbeit zu investieren und dann aktiv in die Vermarktung zu gehen. Niemand wird auf dich aufmerksam, wenn du nicht sagst, dass es dich gibt.

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Quellennachweis Artikelbild: Photo by Austin Distel on Unsplash

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