Das Smartphone. Seit Jahren täglicher Begleiter und trotzdem eines der meist verteufelten Dinge in der Geschichte der Menschheit. Verbote in Schulen, auf der Arbeit oder in privaten Umfeld sind keine Seltenheit. Grund genug einmal hinter die Kulissen zu schauen, oder?

Wenn es eines gibt, was ich seit Jahren wirklich absolut feier, dann ist es die Erfindung des Smartphones.

Seit dem iPhone 4 ist für mich die Zeit richtig mit den kleinen Begleitern magisch angestiegen. Ich habe mich bereits damals, auf diesem 4 Zoll Display daran gewöhnt, damit zu arbeiten indem ich Texte geschrieben habe, gelesen habe oder Videos geguckt habe. Auch Videospiele gingen super.

Die Tatsache, dass ich mit meinem guten Freund ein wahres Schweizer Taschenmesser im Elektronik-Sektor hatte ist mir schnell klar geworden. Egal ob einen Taschenrechner, Recherchetool etc. Alles war möglich.

Und dennoch wurde eines mit der Zeit immer klarer. Und nachdem in nun in letzter Zeit immer mehr darüber lese, muss ich einfach meinen Senf dazu geben.

„Smartphones sind schlecht“

„Smartphones sind absolute Zeitkiller“

„Dank des Smartphones kommunizieren wir nicht mehr“

Das sind nur ein paar der Sprüche die ich fast jeden Tag aufschnappe. Doch wie kommt das?

Abstrahieren wir das ganze einmal und schauen es uns in einem passenderem Umfeld an.

Das Thema, welches ich gerne hierfür nehme sind Drogen.

Wieso?

Nein ich bin kein Junkie oder Dealer.

Es gibt aber erschreckenderweise eine Menge Überschneidungen bei beiden Themen.

Gehen wir doch einmal auf die Abhängigkeit. Viele Drogen machen schnell abhängig. Wenn wir voll drauf sind brauchen wir einen Entzug um am besten komplett davon wegzukommen.

Hast du schon einmal den Begriff „digital detox“ gehört? Das ist ein Entzug der digitalen Medien und Gadgets.

Läuft also genauso ab, wie bei Drogen um einfach mal Abstand zu gewinnen und sich von der Abhängigkeit zu lösen. Nur gibt es bei beiden das Problem der Rückfälligkeit.

Beim Smartphone sogar noch viel schlimmer, als bei Drogen.

Die Lösung liegt eigentlich sehr nah

Statt einfach den absoluten Verbot auszusprechen, sollte ein anderer Weg gewählt werden.

Wieso?

Was bringen Verbote?

Richtig! den Kick, wenn du sie nicht beachtest und hoffst nicht erwischt zu werden. Oh, das macht das ganze fast noch schlimmer als die Abhängigkeit oder die Wirkung der Drogen oder auch des Smartphones an sich.

Ich bin ganz ehrlich. Ich komme aus einer Familie in der das Thema Drogen kein Tabuthema war. Meine Mutter hat immer gesagt,

„Junge, ich verbiete es nicht, aber wenn du es ausprobieren willst, dann sag mir bitte bescheid, damit ich aufpassen kann.“

Ich hatte also offene Türen. Auch beim Rauchen. Ich bin als Kind in einem Raucherhaushalt groß geworden.

Das Ergebnis?

Ich habe mit 18 angefangen zu rauchen, weil es damals die einzige Möglichkeit war, während der Arbeit Pausen zu machen und kurz abzuschalten.

Drogen habe ich bis auf einen Cannabis Versuch von etwa zwei Monaten im Alter von 19 ebenfalls nicht genommen.

Zum einen fehlte vermutlich der Kick. Zum anderen habe ich den Sinn nicht verstanden. Ich wusste, welche Konsequenzen Drogen und der Missbrauch eben dieser haben können.

Nun wieder zurück zum Smartphone.

Wenn ich mitbekomme, wie schwer es einigen fällt ihr Smartphone mal nicht ständig in der Hand zu haben, dann zeugt eben das auch von einer starken Abhängigkeit.

Die Lösung um sowohl dieses Problem zu lösen, als auch die Problematik wieso Verbote auf Arbeit oder in Schulen ausgerufen werden, liegt doch so nahe.

Wir müssen den Umgang lernen und müssen klar kommuniziert bekommen, dass die Nutzung mehr bringt als vermutet.

Denk kurz drüber nach.

Essen mit Messer und Gabel musstest du doch auch erst üben. Sonst würden wir alle nur mit Händen essen.

Die Anwendung von Werkzeug im Handwerk musst du lernen um damit effektiv umzugehen.

Hast du mal jemanden gefunden, der nicht mit Werkzeug umgehen konnte? Das ist wirklich schrecklich anzusehen wenn die Schraube nicht festgedreht werden kann.

So ist es auch mit dem Smartphone. Lerne den Umgang. Übernimm die Kontrolle, statt dich kontrollieren zu lassen.

Wie kann ich die Kontrolle erlangen?

Grundsätzlich ganz einfach. Schalte alle Benachrichtigungen ab.

Jetzt aktiviert du nur wirklich wichtige. Beispielsweise die Anrufe deiner Kinder oder der Frau (natürlich auch Mann )

Nun hast du die Kontrolle, zu entscheiden wann du dich welchen Benachrichtigungen widmest. Du hast nun keine ständige Ablenkung mehr durch Brummen oder Piepsen.

Zum Ende noch eine Sache, die ich klarstellen möchte.

Das Smartphone macht uns zu sozialen Zombies? Wir sind nicht mehr kommunikativ?

Sorry, aber das ist der größte Irrtum ever.

Was passiert in Apps wie WhatsApp, Facebook oder Snapchat?

Richtig, Kommunikation.

Quellennachweis Artikelbild: Photo by freestocks.org on Unsplash

Pin It on Pinterest